ENGLISH/DEUTSCH
![]() |
| The four south windows of the church with The Lords Prayer, from left to right: 'Hallowed be thy name", "Your Kingdom come", "your Will be done", "Give us our daily bread" |
![]() |
| The North windows with The Lords Prayer continued: "And forgive us our trespasses, As we forgive those who trespass against us", "and lead us not into temptation, but deliver us from evil" |
Taking a backstreet route through Benrath from the market place to Schloss Benrath, you come across the Dankeskirche (Thanksgiving Church) standing at the junction of Weststrasse and Marbacherstrasse. Seeing the doors open on a Saturday and with a friendly greeting by the Sexton Sascha Zander standing outside on the steps, I was encouraged to enter and follow my passion for stained glass in the quarter of an hour or so before a musical vespers was about to take place.
The church was created as a result of public subscription at the beginning of the twentieth century. Historically, the congregation was centred around the nearbey district of Urdenbach. With the 19th century industrialisation came an influx of new residents who settled in Benrath - with a call to have their own place of worship. Plans were put in place around 1911, with construction beginning in 1913 and resulting in completion, on time, in 1915.
The idea of having The Lords Prayer as a thread through the designs of the windows was set early on, but there was debate about which scenes to use. A back and forth with the window's designer Otto Linneman ensued before a final design was set on. By 1938 more work was required on the windows as more light was wanted in the church. In the 1950s the central main window in the choir required some work on the figure of God, including a beard trim! The image was always contentios (reminiscent of the removal of images of God in illustrations of the 16th Century Bibles in England), and the window was boarded up and later totally hidden by placing the organ and its pipes behind the Altar and in front of the window.
The room under the tower, and next to the southside entrance to the church, was variously described as a baptism room and a Remembrance Chapel (Ehrenkapelle) for the fallen from Benrath in past wars, and used to have large panels honouring them. With the trauma of what actually occurred in the First and Second World Wars, the panels were removed and the names of the fallen recognised in a memorial book. The three windows were retained and are shown below.
![]() |
| Windows in the Memorial Chapel (Ehrenhalle) |
I have to thank the Sexton Sascha, for handing me a very informative book as I left. It was produced for the Centenary of the church and gave a detailed history. Look out for a copy - and the friendly team there if you drop by! Their doors are open to the public on Saturdays from 11 to 13:00h.
Einige Fenster der Dankeskirche zu Benrath
Wenn man von der Marktstraße aus auf kleinen Nebenstraßen durch Benrath zum Schloss Benrath spaziert, stößt man an der Ecke Weststraße und Marbacher Straße auf die Dankeskirche.
Als ich an einem Samstag die offenen Kirchentüren sah und von Küster Sascha Zander, der draußen auf den Stufen zum Kircheneingang stand, freundlich begrüßt wurde, ließ ich mich gerne zu einem Besuch einladen. Da in etwa einer Viertelstunde eine musikalische Vesper beginnen sollte, blieb mir noch etwas Zeit, meiner Leidenschaft für Alt/Bunt-glasfenster nachzugehen.
Die Kirche entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts dank der Spendenbereitschaft der Bevölkerung. Historisch gesehen hatte die evangelische Gemeinde ihren Mittelpunkt im nahe gelegenen Stadtteil Urdenbach. Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert kamen jedoch immer mehr Menschen nach Benrath, und unter den neuen Einwohnern wuchs der Wunsch nach einer eigenen Kirche. Um 1911 wurden entsprechende Pläne entwickelt. Der Bau begann 1913 und konnte 1915 planmäßig abgeschlossen werden.
Schon früh stand die Idee fest, das Vaterunser als verbindendes Thema für die Gestaltung der Kirchenfenster zu verwenden. Allerdings gab es unterschiedliche Vorstellungen darüber, welche biblischen Szenen dargestellt werden sollten. Es folgte ein längerer Austausch mit dem Glasfensterkünstler Otto Linnemann, bevor man sich schließlich auf die endgültigen Entwürfe einigte.
Bereits 1938 waren weitere Arbeiten an den Fenstern erforderlich, da man sich mehr Tageslicht im Kirchenraum wünschte. In den 1950er-Jahren musste auch das große Mittelfenster im Chorraum überarbeitet werden. Dabei ging es unter anderem um die Darstellung Gottes, dessen Bart sogar etwas gestutzt wurde!
Die Darstellung Gottes in menschlicher Gestalt war allerdings von Anfang an umstritten. Das erinnerte mich an die Entfernung von Gottesdarstellungen aus den Illustrationen englischer Bibeln des 16. Jahrhunderts. Schließlich wurde das Fenster mit Brettern verdeckt und später vollständig dem Blick entzogen, als man die Orgel mit ihren Pfeifen hinter dem Altar und unmittelbar vor dem Fenster aufstellte.
Der Raum unter dem Kirchturm, neben dem südlichen Eingang, wurde im Laufe der Zeit unterschiedlich bezeichnet: als Taufraum oder als Ehrenkapelle zum Gedenken an die in den Kriegen gefallenen Benrather. Früher befanden sich dort große Gedenktafeln mit den Namen der Gefallenen.
Angesichts der traumatischen Erfahrungen und der tatsächlichen Geschehnisse des Ersten und Zweiten Weltkriegs entschloss man sich jedoch, diese Tafeln zu entfernen. Stattdessen werden die Namen der Gefallenen heute in einem Gedenkbuch festgehalten. Die drei Glasfenster blieben erhalten und sind auf dem folgenden Foto zu sehen.
Zum Schluss möchte ich mich noch herzlich bei Küster Sascha Zander bedanken, der mir beim Verlassen der Kirche ein sehr informatives Buch über ihre Geschichte überreichte, das anlässlich des hundertjährigen Bestehens der Dankeskirche herausgegeben wurde.
Wer die Kirche besucht, sollte nach einem Exemplar Ausschau halten – und sich auf das freundliche Team vor Ort freuen!
Die Kirche ist samstags von 11:00 bis 13:00 Uhr für Besucher geöffnet.



No comments:
Post a Comment
Note: only a member of this blog may post a comment.